(verspätete) Kritik: Shadows of the Damned
Grasshopper Manufacture haben zusammen mit Suda 51 (Killer7 Entwickler) und Shinji Mikami (Erfinder von Resident Evil) einen Survival Horror Spiel veröffentlicht, der einen Road Trip Movie Stil hat. Das Spiel nimmt sich überhaupt nicht ernst und obwohl es stellenweise doch gruselig und brutal wirkt, gibt es viel schmutzigen Humor, der den Horror stillt, zumindest etwas. Die Musik wurde von Akira Yamaoka komponiert, der legendärer Komponist der Silent Hill Reihe.
Die Story ist simpel: Garcia Hotspur ist ein mexikanischer Dämonenjäger, der großen spaß hat Monster zu schlachten. Der Herrscher der Unterwelt heißt Fleming und um Garcia eins auszuwischen, entführt er seine Frau Paula, schließlich hat Garcia sehr viele Dämonen auf dem Gewissen. Nun machen sich Garcia und sein Kumpan Johnson auf den Weg in die Unterwelt um Paula zu retten. Johnson war früher ein Dämon und ist nun ein sprechender Schädel, der sich für Garcia in Waffen verwandeln kann. Dabei sind die Dialoge zwischen Garcia und Johnson im laufe der ca. 8 bis 10 Stunden langen Kampagne zum schreien komisch, denn immerhin haben manche Waffen komische Namen wie zB. ’the Boner’, ‘the hot boner’ oder ‘the big boner’.

Bei ‘Shadows of the Damned’ handelt es sich um einen Third-Person-Shooter in der Hölle. Neben dem abknallen von Untoten und Dämonen, gibt es verschiedene kleine Rätsel die man lösen kann, wenn man nicht gerade vor der bessesenen Paula weglaufen muss. Stellenweise taucht die Dunekelheit auf, dann wird es nicht wirklich dunkel , sondern blau (zumindest auf euren Bildschirmen). Dann muss man nach einer Ziege an der Wand suchen, diese mit Licht beschiessen und kurz darauf wird alles wieder hell. Danach kaut die Ziege vor sich hin. Das hört sich seltsam an? Ist es auch und es gibt viele weitere seltsamen Sachen in der Unterwelt, die meistens ziemlich witzig sind.

Obwohl Horror Elemente in diesem Spiel durchaus verteten sind, werden die meisten Genre Fans, die nach einem Spiel suchen welches sie fürchten lässt, nicht ganz auf ihre Kosten kommen. Allerdings handelt es sich bei ‘Shadows of the Damned‘ um ein extrem solides und vor allem witzig/grusliges Spiel, welches viel spass macht und viel potenzial für einen Nachfolger bereit hält. Allerdings verkauft sich das Spiel nicht besonders gut und leider haben die Entwickler nicht daran gedacht irgendwelchen Bonus Content auf der Disc zu packen, so dass man nach dem ersten durchspielen wirklich fertig ist. Optisch sieht das Spiel auch ganz ok aus, aber besonders punkten können die Locations, die mit viel Liebe zum Detail entworfen sind und sehr abwechslungsreich sind. Auch das von Akira Yamaoka komponierten Soundtrack, die Stellenweise auch Vocals enthalten ist wie gewohnt super stimmig.
Mittlerweile ist das Spiel günstig für unter 30 € zu haben. Ich empfehle es Euch auf alle Fälle!
